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Neue Bücher

Amerika ‘62
Panos Ioannides
Roman einer Reise
Aus dem Griechischen von Brigitte Münch
Verlag auf dem Ruffel 2011, 491 Seiten, EUR 19,80
ISBN 978-3-933847-27-0
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Im Oktober 1962 besucht Petros Archontides, ein Journalist aus Zypern, als Stipendiat der Universität Syracuse die Vereinigten Staaten. Zu seiner Studiengruppe gehören viele Kollegen aus der ganzen Welt, unter ihnen der Türke Mehmet Rıza Özgül. Trotz aller Spannungen zwischen Griechenland, Zypern und der Türkei, trotz erheblicher Ressentiments zwischen Griechen und Türken werden Archontides and Özgül sehr schnell Freunde. Für Archontides hat die Reise in die USA zwei Aspekte: Zum einen handelt es sich dabei um eine Begegnung mit äußeren Begebenheiten, da er neue Räume und Leute kennenlernt, mit neuen Situationen konfrontiert wird und wie ein moderner Odysseus durch die vielseitigen Möglichkeiten der Neuen Welt erfährt. Zum anderen taucht er immer wieder in seinen inneren Kosmos, in dem das Althergebrachte und die neue Erfahrung eine intensive und schonungslose Auseinandersetzung miteinander liefern. Im Hintergrund begleiten der Kalte Krieg, die Zypernfrage und – ganz aktuell – die Kubakrise die Beschäftigung der Figuren miteinander und mit ihrem Gastgeberland.

Panos Ioannides (*1935) studierte Mass Communications and Sociology in den USA und Kanada und war als Programmdirektor der Cyprus Broadcasting Corporation tätig. Seit 1955 schreibt er Prosa und Bühnenstücke, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Seine Stücke Gregory, Peter der Erste, Der Koffer und Die Bauchredner wurden in Griechenland, England, den USA und Deutschland aufgeführt. Ioannides, der Vorsitzender des PEN-Zentrums in Zypern war, lebt in Nikosia.

Brigitte Münch (*1947) arbeitete einer Ausbildung als Buchhändlerin in Bibliotheken, Buchhandlungen, Buch- und Zeitungsverlagen in Deutschland, später als freie Mitarbeiterin bei Radio Cairo, im Local European Service als Übersetzerin, Sprecherin und Programmgestalterin für Deutsch, Englisch und Griechisch. Seit 1985 lebt sie und arbeitet sie als Übersetzerin auf Naxos, Griechenland.

(Verlagstext)

Xenos in Griechenland
Erzählungen
Deutsch-Griechisch
Herausgeberin: Ute Petkakis (Goethe Inst. Thessaloniki)
Größenwahn-Verlag/Frankfurt 2011,256 Seiten, SoftCover, ISBN:978-3-942223-06-5, 16,90 €
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UTE PETKAKIS
Vorwort
wurde das Jubiläum des vor 50 Jahren geschlossenen
deutsch-griechischen Anwerbeabkommens gefeiert. Viele der griechischen »Gastarbeiter« haben inzwischen in Deutsch- land eine Heimat gefunden und Familien gegründet. Über das (Ein-)Leben dieser Gastarbeiter in Deutschland wurden zahlreiche Bücher veröffentlicht, viele von ihnen haben sich auch literarisch mit dem Leben in der Fremde aus- einandergesetzt. Eine große Anzahl der Migranten, die in ihre Heimat zurückgekehrt sind und dort ein neues Leben begonnen haben, brachten ihre deutschen Partner, Kinder und Freunde mit.
Wenig bekannt ist, dass einige dieser deutschen Immigranten ihrerseits ihr Leben in der neuen griechischen Heimat literarisch verarbeitet haben. Das brachte uns – den Größenwahn-Verlag und das Goethe-Institut Thessaloniki – auf die Idee, einen Wettbewerb auszuschreiben: Gesucht wurden Kurzgeschichten, in denen die deutschsprachigen Auswanderer über ihr Leben als Xenos (= Fremder) erzählen sollten. Wir wollten erfahren, wie sie sich mit dem neuen Land, mit der neuen Mentalität und mit den oft sehr an- dersartigen Lebensumständen auseinandergesetzt haben.
Die zehn besten Kurzgeschichten sollten in einem Buch veröffentlichen werden – falls diese Zahl zustande käme. Mit der dann erfolgten großen Resonanz auf unseren Wettbewerbsaufruf hatten wir nicht gerechnet – 53 Einsendungen trafen ein, die alle über das Leben in Griechenland berichteten. Es waren die verschiedensten literarischen Formen vertreten: Gedichte, Erzählungen und reine Aufzählungen von Lebensdaten.
Die Jury, die die besten Kurzgeschichten auswählte, setzte sich aus Vertretern des Goethe-Instituts Thessaloniki, des Größenwahn- Verlags Frankfurt, des Deutschen General- konsulats in Thessaloniki, der Deutschen Schule Thes- saloniki, der Germanistischen Abteilung der Aristoteles-Universität Thessaloniki und des Romiosini-Verlags Köln zusammen. Die Jury musste darüber entscheiden, welche Einsendungen die gestellten Kriterien erfüllt hatten: in literarischer Form Antwort zu geben auf die Frage, wie sich die Deutschen bzw. deutschsprachigen Ausländer in Griechenland fühlen, ob und wie sie sich integriert haben und was sie über das Leben in der Fremde berichten können.
Die Qualität der Kurzgeschichten hat die Jury bewogen, die Anzahl der Erzählungen, die in die geplante Anthologie aufgenommen werden sollten, auf 19 zu erhöhen. Die aus- gewählten Geschichten wurden ins Griechische übersetzt; so können auch die Partner und das griechischen Umfeld lesen, wie ihre deutschsprachigen Lebensgefährten und Nachbarn ihr Leben in der »Fremde« erfahren haben.
Im Namen des Goethe-Instituts Thessaloniki und des Größenwahn- Verlags Frankfurt möchten wir uns herzlich bedanken bei allen, die uns ihre Geschichten zugesandt und dieses Buch möglich gemacht haben, sowie bei der Jury, die sich die Auswahl nicht leicht gemacht hat.

Ute Petkakis, Goethe-Institut Thessaloniki
Thessaloniki, Juni 2011

Die blaue Tür
Brigitte Münch
Ägäische Geschichten
Größenwahn Verlag, 2011, Frankfurt/Main, Softcover, 172 S., ISBN: 978-3-942223-03-4, 12,90 €
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Auszug aus: ›Die blaue Tür‹ – Ägäische Geschichten.

»… Merkwürdig … seit zwei Wochen war Eva fast täglich durch dieselbe enge Gasse gegangen und an diesem verwitterten Haus mit der zwar etwas abgeblätterten, aber so schönen blauen Tür aus schwerem Holz vorbeigekommen, mit dem riesigen wilden Feigenbaum in dem schmalen Hof daneben, der das Dach des kleinen Hauses fast vollständig überwucherte – da gab es doch keinen Zweifel: Es war eins von den seit langem verlassenen Häusern, die vereinzelt in den Randbezirken des Ortes zwischen den anderen, lebendigen, bewohnten standen. Es nahm sich aus wie ein abgestorbener, hohler Zahn in einer ansonsten strahlend weißen Zahnreihe.
Heute aber sah es so aus, als sei es plötzlich aus langem Schlaf erwacht und habe sich gewaschen und herausgeputzt: Die Fassade strahlte weiß wie frisch gekalkt, und vor allem stand die schöne blaue, oben abgerundete Tür jetzt weit offen! Und auch das kleine Fenster daneben, das sonst mit seinen geschlossenen und schief in den Angeln hängenden Läden einem blinden Auge glich, hatte sich aufgetan: Die Läden waren zur Seite geklappt und die beiden Fensterflügel nach innen geöffnet.
Eva stutzte und blieb stehen. Diese Veränderung musste geradezu über Nacht stattgefunden haben – denn gestern Abend war sie doch noch hier vorbeigekommen und hatte nichts davon bemerkt! Sie ging einen Schritt näher auf die offene Tür zu und warf einen Blick ins Innere. Es schien ein Laden zu sein … leicht modrige Kühle schlug ihr daraus entgegen, die in angenehmem Kontrast zu der kochenden Mittagshitze in der engen Gasse stand. Neugierig geworden stieg Eva die drei flachen, ausgetretenen Marmorstufen hinauf und betrat einen Raum, an dessen Halbdunkel sich ihre Augen nach dem grellen Außenlicht erst einen Moment anpassen mussten …«
Brigitte Münch lebt seit über 25 Jahren auf Naxos, sie kennt die Schicksale der Einheimischen, sie schaut in die Gesichter der Reisenden, sie spürt ihre Sehnsüchte. In ihren ägäischen Geschichten erzählt sie uns von ihnen, führt uns durch jene verwitterte blaue Tür, deren Betagtheit uns Bewegendes verheißt.

Eine Rezension finden Sie unter:
Die blaue Tür – Ägäische Geschichten, Ina Lelbach


Markaris Faule Kredite - Ein Fall für Kostas Charitos
Petros Markaris

Diogenes Verlag, Zürich 2011
ISBN-10 3257067933,
ISBN-13 9783257067934
geb., 400 S., 22,90 EUR

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Beschreibung

Zu Griechenland wird hierzulande kein Autor lieber befragt als Petros Markaris. „Faule Kredite“ lautet der treffende Titel seines neuen Krimis, der uns das Land in der aktuellen Krise vorführt. Doch das Thema der Stunde allein garantiert noch keine spannende Lektüre.

Aus dem Neugriechischen von Michaela Prinzinger. Die Morde an mehreren Bankern lassen die griechische Finanzwelt erzittern. Die Krise trifft inzwischen jeden, auch die, die sich in Sicherheit wähnten. Und Kommissar Charitos steckt mittendrin.

Krimi des Monats Juli im Spiegel:
www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,774096,00.html

Griechenland. Ein Länderporträt
Eberhard Rondholz
Ch. Links Verlag, Berlin 2011, 200 S., 16,90 Euro
ISBN-10: 3861536307
ISBN-13: 978-3861536307

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Beschreibung
Eberhard Rondholz wagt einen Spagat zwischen Kultur und Politik. Sein neuestes Buch: ‚Griechenland - Ein Länderporträt‘ könnte dazu beitragen, das in die Schräge geratene Bild Griechenlands in Deutschland gerade zu rücken.

Zu empfehlen ist auch seine Webseite: www.rondholz.de mit einem sehr guten Archiv vieler seiner bisherigen Artikel. Eine wahre Fundgrube.


Äsop – Der frühneugriechische Roman
von Hans Eideneier
Einführung, Übersetzung, Kommentar. Kritische Ausgabe
Band 28 der Reihe Serta Graeca
2011, Leinen. 448 Seiten, 30 farb. Abb., 1 s/w Abb.
ISBN 978-3-89500-791-0 148,00 €
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Beschreibung
Im Gegensatz zum mittelalterlichen Alexanderroman mit dem legendären antiken Helden Alexander dem Großen deckt der ebenso populäre mittelalterliche Äsoproman den Bereich des volkstümlichen Antihelden Äsop mit einer Unzahl von Einzelepisoden ab, wobei der rote Faden der Biographie des weisen Fabeldichters durch den sozialen Aufstieg vom stummen Sklaven zum Minister für Rätselfragen am babylonischen Königshof bestimmt wird.
Herausgegeben werden vier frühneugriechische Fassungen in der „volkssprachlichen“ Schriftkoine aus der Zeit um 1600, die deutsche Übersetzung einer der Fassungen (mit den Illustrationen aus dem „Ulmer Äsop“ von 1476), ausführliche Orientierungshilfen zu den „Quellen“ der „Metaphrasen“ aus der höheren Sprachstilstufe, sowie zu der Struktur der rhythmischen Phrase der Erzählprosa, eine umfangreiche Kommentierung, grammatische Bemerkungen und vieles mehr, das zu einer wissenschaftlichen Erschließung dieses Schlüsseltexts der frühneugriechischen Unterhaltungslitera- tur beiträgt. (Verlagstext)


Der letzte Grieche
von Aris Fioretos

Roman – übersetzt aus dem Schwedischen von Paul Berf
Erscheinungsdatum: 07.02.2011, Fester Einband, 416 Seiten
Preis: 24.90 € (D) ISBN 978-3-446-23633-2, Hanser Verlag

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Beschreibung
Jannis Georgiadis, Sohn eines Bauern aus Griechenland, verlässt seine Heimat Mitte der sechziger Jahre, um seiner Jugendliebe nach Schweden zu folgen. Vorübergehend findet er dort das Paradies: Er träumt von einem Studium der Hydrologie und verliebt sich in das schwedische Kindermädchen. Doch als sich viel zu früh ein Kind einstellt, scheitert nicht nur eine der Zukunftsvisionen des griechischen Gastarbeiters. Aris Fioretos' Geschichte über Familie, Migration, Erinnerungen und Lebenslügen ist ein virtuoser Roman über das 20. Jahrhundert in Europa.
Aris Fioretos wurde 1960 in Göteborg geboren, als Schwede griechisch-österreichischer Herkunft. Der Autor und Übersetzer hat zahlreiche Preise erhalten, zuletzt den Romanpreis des Schwedischen Rundfunks für "Der letzte Grieche". (Verlagstext)
"Eine amüsante Travestie der 'Odysee'" Tilman Krause, Die Welt, 26.03.11 "Aris Fioretos erzählt in seinem Roman ebenso klug wie vergnüglich von der Migration im 20. Jahrhundert." Sandra Leis, NZZ am Sonntag, 03.04.11
"Man kann diesen Roman nur loben: für seinen Witz und seine Raffinesse ebenso wie für seine Fülle an Wirklichkeiten, die er dem Leser ausbreitet." Christoph Bartmann, Literaturen, 4-5 /11
"Ein grandioser, den gesamten Kontinent überspannender Roman." Helmut Böttiger, Die Zeit, 20.04.11
"In seinem komödiantischen, auf der Stelle tänzelnden, variantenreichen, brillant selbstbezüglichen Erzählgestus entfaltet der Roman auch in seinen ruhigen Momenten große poetische Präsenz." Manuel Gogos, Neue Zürcher Zeitung, 28.04.11


Ein Leben in Bildern
Mikis Theodorakis

von Asteris Kutulas
Verlag: Schott Music, mit DVD - + 2 CDs, Sprache: deutsch
160 Seiten - Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7957-0713-2, Preis: 49,95 €

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Am 29. Juli 2010 feiert Mikis Theodorakis seinen 85. Geburtstag. Pünktlich zu seinem Geburtstag erscheint nun ein opulenter Band mit exklusiven Interviews und zahlreichen bislang unveröffentlichten Fotos.
In diesem Bildband wird der Lebensweg Theodorakis’ nachgezeichnet. Neben der Dokumentation seiner verschiedenen kompositorischen Schaffensphasen gewähren Hunderte Fotos und zahlreiche unveröffentlichte Aussagen von Mikis Theodorakis und seinen Wegbegleitern Einblick in dieses ereignisreiche Leben zwischen Musik und Politik.
Mikis Theodorakis ist eine der bekanntesten Persönlich- keiten in der neueren griechischen Geschichte. Der sel- bsterklärte »Kreter, Grieche und Europäer zugleich« zeichnet sich nicht nur durch ein vielseitiges musikalisches Œuvre von Sinfonik über Filmmusikklassiker wie Alexis Zorbas bis hin zu zahlreichen griechischen Volksliedern aus, sondern auch durch politisches Engagement, z. B. als Stimme gegen die griechische Militärdiktatur. Ungeachtet aller gesellschaftlichen Umstände galt sein Hauptinteresse aber immer der Musik.

Rezensionen:
Pressemitteilung des Verlags
Buchbesprechung & Bildergalerie von Christiane Schlötzer
Buchbesprechung von Annett Gröschner
Buchbesprechung von Henry Martin-Klemt
Buchbesprechung von Erasmus Schöfer
Buchbesprechung auf Amazon

Offizielle Website auf Deutsch über
• Mikis Theodorakis

Presseartikel und Berichte zum 85. Geburtstag
MDR FIGARO gratulierte mit einer Spezial-Sendung. Hier finden Sie die Audios der Sendung zum Nachhören und Theodorakis' Leben in Bildern.
Viva Mikis - Theodorakis feiert 85. Geburtstag
der Autor:
"Asteris Kutulas, 1960 als Sohn griechischer Emigranten in Rumänien geboren, arbeitet seit seinem Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Leipzig als Musikproduzent, Publizist, Übersetzer und Autor.
Als langjähriger Vertrauter und Mitarbeiter von Mikis Theodorakis hat er für ihn nicht nur mehr als zwanzig CDs produziert und weltweit Konzerte organisiert, sondern auch dessen Texte und Schriften übersetzt und herausgegeben." (Verlagsinformation)
TIPP:
Empfehlen möchte ich die Website von Asteris Kutulas. Ein Kompendium in dem man sich im wahrsten Sinne des Wortes wiederfinden kann. (j.r.)


Die Freiheit kam im Mai
Iakovos Kambanelliserstmals aus dem Griechischen von Elena Strubakis
mit der CD „Mauthausen Cantata“
Bestellungen: Ephelant Verlag, A–1010 Wien, 978-3-900766-18-4 mit CD € 34,00
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Beschreibung
Neuerscheinung Iakovos Kambanellis Die Freiheit kam im Mai erstmals aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzt von Elena Strubakis mit der CD „Mauthausen Cantata“ Text: Iakovos Kambanellis Musik: Mikis Theodorakis Iakovos Kambanellis zählt zu den bekanntesten Bühnen- und Filmautoren Griechenlands. Seine Popularität gründet sich ebenso auf die oft gespielten und gesungenen Vertonungen seiner Gedichte, besonders auf die weltweit bekannte „Mauthausen Cantata“, die von Mikis Theodorakis vertont wurde.
Iakovos Kambanellis war Häftling im Konzentrationslager Mauthausen. Er schildert die Zeit der Gefangenschaft, den Tag der Befreiung, den 5. Mai 1945, das Leben im Lager in den fol-genden Monaten und die Kontakte mit der Bevölkerung in den nahen Dörfern und Bauern-höfen, das Leben des Aufbruchs in die Freiheit, die ersten Schritte in eine neue Epoche.
Mikis Theodorakis sagt zu dieser ersten Übersetzung des Werkes ins Deutsche, das in Griechenland mehr als 30 Mal aufgelegt wurde:
„Der Dichter beweist in seinem Buch, dass er stärker als seine Kerkermeister ist, weil er uns überzeugend zeigt, dass sich sogar in der Hölle die Liebe letztendlich als das Stärkere erweist.“
Bestellungen: Ephelant Verlag, A–1010 Wien, Plankeng. 7: +431 513 48 58; ISBN:978-3-900766-17-7 € 22,00; ISBN: 978-3-900766-18-4 mit CD € 34,00

PERASA / ERLEBT
Gedichte Griechisch - Deutsch
von Dimula, Kiki
ISBN 9783929889895 / 2010 / 95 S., Übersetzt von Dadi Sideri-Speck.
Die Verlage Ikaros (Athen) und Romiosini (Köln) päsentieren diese kleine aber feine, zweisprachige Ausgabe.

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Beschreibung
Anlasslich der Verleihung des Europäischen Literaturpreises 2010 an Kiki Dimula präsentieren die Verlage Ikaros (Athen) und Romiosini (Köln) diese kleine aber feine, zweisprachige Ausgabe, mit der eine bemerkenswerte Dichterin geehrt und dem deutschsprachigen Lesepublikum ans Herz gelegt werden soll. Perasa / Erlebt umfasst eine Auswahl an 25 Gedichten, die bereits in Plötzlich wurde ich hellhörig (Romiosini 2008) auf Deutsch erschienen sind, hier nun aber neben dem griechischen Original und begleitet von sieben farbigen Bildern des griechischen Malers Jannis Psychopedis zur Geltung kommen. Vertreten sind Gedichte aus fast allen Sammlungen des umfangreichen Werks der Dichterin, alle in der Übertragung der renommierten Lyrikübersetzerin und Dichterin Dadi Sideri-Speck.
Kiki Dimula wurde in Athen geboren, wo sie auch heute lebt. Sie arbeitete als Bankangestellte und trat 1952 erstmals literarisch in Erscheinung. Seitdem veröffentlichte sie in den Verlagen Stigmi und Ikaros zahlreiche Gedichtbände sowie einen Band mit Kurzgeschichten. Werke von ihr wurden in nicht weniger als neun europäische Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet.
Die dichterische Welt von Kiki Dimula ist die Spannung zwischen dem Seienden und dem Nicht-Seienden, aus der sie ihre Themen -- Werden und Vergehen, Zeit, Verschleiß und Verlust -- schöpft. Kennzeichen ihrer Sprache sind dabei ihr kreativer Eigen-Sinn über Konventionen hinweg und ihre außergewöhnlichen Bilder.
Kiki Dimula gilt als die bedeutendste lebende Dichterin Griechenlands.
Buchbesprechung von: Jens Beucker

Ein Ort Anderswo
Auf der Suche nach dem Glück des Reisens
von Agoritsa Bakodimou
Reiseberichte aus Hellas 2, Mähringen 2010
ISBN 978-3-937108-22-3, 77 Seiten, aus dem Griechischen von Theo Votsos, das Buch kann im Buchhandel oder beim Verlag bestellt werden. 9,80 €

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Beschreibung
Agoritsa Bakodimous Traktat über das Reisen ist zugleich ein Urlaubsbuch und ein Buch zum ernsten Nachdenken. Die gewählten Reiseorte – Länder, Städte, Inseln, Flüsse – stehen dabei gar nicht so sehr im Vordergrund. Das Reisen wird begriffen als ein Eintauchen in das eigene Ich, als ein Prozeß der Selbsterkenntnis und der subjektiven Rekon- struktion. Indem wir reisen begeben wir uns zugleich auf die Suche nach verlorenen Teilen unseres Lebens, nach Antworten auf existentielle Fragen und nach der Entdeckung eines neuen, verborgenen Ichs. "Ein reifes, originelles und gleichsam anregendes literarisches Zeugnis, das sich unbestritten unter jene Werke einreiht, die man immer wieder neu lesen möchte, um Aspekte zu entdecken, die einem während der ersten Lektüre auf Grund der erzählerischen Dichte möglicherweise entgangen sind."
Nikos Kounenis in der griechischen Zeitschrift I Avgi

Pressestimmen
„Das Versprechen auf eine wesentliche und dauerhafte Veränderung. Das ist für Agoritsa Bakodimou eine der vielfältigen Auslegungen von Reisen. Ihr literarisches Debüt in Griechenland liegt nunmehr in deutscher Übersetzung vor. Schon bei den ersten Gedanken - zusammengefasst in kleinen Kapiteln, die größeren Themeneinheiten unterliegen - merkt der Leser, dass es sich nicht um ein herkömmliches Handbuch über das Reisen (wie die wörtliche Übersetzung des Originaltitels wäre) handelt, sondern um persönliche Aufzeichnungen, die von Momentaufnahmen ausgehend weitergedacht werden. Es fehlen zwar nicht die Beschreibungen verschiedener Orte, die die Autorin besucht hat, sie dienen ihr jedoch als Anlass, reflektierend 'weiter zu wandern'. Literarisch kunstvoll verbindet Agoritsa Bakodimou ihre Reisegedanken mit der Philosophie und der Poesie - folgerichtig unvermeidlich auch mit der Liebe. In diesem Buch drückt sich 'die Sehnsucht des Reisenden nach unablässiger Erneuerung seiner subjektiven Welt aus', fasst der Übersetzer Theo Votsos in seinen abschließenden Überlegungen treffend zusammen.“
Griechenland Zeitung, Juli/August 2010

„Manche Bücher kommen recht unscheinbar daher, wie das auf dem Klappentext als Traktat bezeichnete Buch: "Ein Ort Anderswo" von Agoritsa Bakodimou. Eine Sammlung von kurzen Texten, über das Reisen.
Das Buch beginnt mit den Versprechungen des Reisens auf eine dauerhafte Veränderung, den Ängsten und den Empfindungen des Fremden. Zeigt schemenhaft Wege des Reisens auf. Ländliche Flecken auf einer Landkarte, dann auch wieder Namen von Orten und Gegenden. Kleine und große Verunsicherungen, ebenso Hoffnungen, dann wieder die Einsicht in die Vergeblichkeit unseres Bemüherns im Anderswo. Orte des Aufbruchs und das wichtigste am Reisen neben dem Aufbruch und das Unterwegssein - die Rückkehr.
Man kommt schnell in Versuchung Agoritsa Bakodimou nachzuspüren, ihre feinen Gedankenbewegungen nach- zuvollziehen und hat Erfolg.
Es sind die Bewegungen eines modernen Menschen mit alten Fragen und alten Antworten. Ein zeitgemäßer Text, der ohne die aufklärerische Begründung des Reisens auskommt und sich auf das wesentliche von Reiseerfahrungen zu reduzieren weiß.
Vom "homo touristicus" zurück zu den Urbildern des Reisenden: Gilgamesch oder Odysseus. Unsterblichkeit und Aufhebung der Zeit. Odysseus gefangen in einer Ellipse der ständigen Rückkehr. (...) Es sind Meditationen über das Reisen. Ein Buch, welches ich zukünftig auf meinen Reisen dabei haben werde.“
POP-Infoblatt, Initiativgruppe Griechische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland e. V., Juli/August 2010


Der Lyraspieler
Zacharias G. Mathioudakis
Michalis Rizikianakis aus Klima (Kreta), genannt Rizikianos, der Lyraspieler, erzählt seine Lebensgeschichte. Aufgeschrieben hat sie sein Neffe Zacharias G. Mathioudakis.
Sedones 14, Mähringen 2010, ISBN 978-3-937108-21-6
68 Seiten, 9,80 €

mehr
Beschreibung
Nicht einmal meinen Namen kann ich mehr schreiben. Die Musik von meiner Lyra kommt aber immer noch aus meinem Kopf. Tag und Nacht lassen mich meine Melodien und meine Lieder keine Ruhe finden. Um leben und überleben zu können, habe ich viele Berufe ausgeübt. Ich war Feldhüter, Maurer, Hilfsarbeiter in einer Olivenölmühle, Bauer, Gärtner, Fischer, Metzger und Viehhändler – ich war also ein Berufsnomade. Das Lyraspiel begeistert mich seit der Kindheit. Und wenn es ein Leben nach dem Leben gibt, dann möchte ich immer und überall ein Lyraspieler sein.
Michalis Rizikianakis aus Klima (Kreta), genannt Rizikianos, der Lyraspieler, erzählt seine Lebensgeschichte. Aufge- schrieben hat sie sein Neffe Zacharias G. Mathioudakis.

Schattenhochzeit
Ioanna Karystiani
Roman
Aus dem Griechischen von Michaela Prinzinger
Suhrkamp Taschenbuch 2005, Broschur, 391 Seiten, 11,50 €
ISBN: 978-3-518-45702-3
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Inhalt

Kyriakos Roussias, angesehener Genforscher in den USA, kehrt nach fast dreißig Jahren erstmals nach Kreta, an den Ort seiner Kindheit zurück, und steht damit unwissentlich in einer in der Familie langwährenden Tradition der Blutrache: Die Reihe ist an ihm, den Tod seines Vaters zu rächen. Von Amerika in die dörfliche kleine Gemeinschaft versetzt sieht sich der Wissenschaftler plötzlich mit diesem archaischen Ritual konfrontiert. Kann er sich diesem entziehen? Mit jedem Tag seines Aufenthalts wird ihm das ungeschriebenen Gesetz der Vendetta vertrauter, und als es zur Begegnung mit dem Mörder seines Vater kommt, muß er handeln.

Kreta - das ist die Heimat Alexis Sorbas', die Insel der Männer in ihren schwarzen Hemden und den weißen Stiefeln, deren Großväter Helden im Unabhängigkeitskampf gewesen sind und deren Väter im Zweiten Weltkrieg ihr Leben in der Schlacht auf Kreta ließen. Kreta ist aber auch die Insel der Frauen, die Rache schüren, wie einst Elektra, mit Worten oder mit Schweigen, und sie müssen für sich die Frage entscheiden, ob sie Ehefrauen bzw. Mütter eines Mörders oder eines Opfers sein wollen - meist sind sie beides.

Ein angesehener Wissenschaftler kehrt aus den USA nach Kreta an den Ort seiner Kindheit zurück und wird erstmals mit dem Drama seiner Familie konfrontiert: einer seit Generationen währenden Tradition der Blutrache. Auch sein Vater war Mörder - und Opfer. Wird er dem Zwang von Mord und Vergeltung entkommen?

(Verlagstext)