Donnerstag, 26. Mai 2010 Eleftherotypia - Griechenland
Nikos Paraskevopoulos über gute und schlechte Morde
Bei Protesten gegen die griechischen Sparbemühungen wurden Anfang Mai in einer Athener Bank drei Menschen getötet. Angesichts dieser Todesfälle und mehrerer Bombenattentate zeigt sich Nikos ...
zum ganzen Artikel (externer Link, griechisch)Donnerstag, 20. Mai 2010 Die Zeit - Deutschland
Jürgen Habermas über Deutschlands Indifferenz gegenüber EuropaDer deutsche Philosoph Jürgen Habermas fragt in der Wochenzeitung Die Zeit nach Gründen für die anfängliche deutsche Zurückhaltung bei der gemeinsamen Bekämpfung der Euro-Krise: "Heute genießen die deutschen Eliten ihre wiedergefundene nationalstaatliche Normalität. Am Ende eines 'langen Weges nach Westen' haben sie ihr demokratisches Reifezeugnis erworben und dürfen nun wieder 'so sein wie die anderen'. ... Ein politisches Symptom für nachlassende Lernbereitschaft sind die Maastricht- und Lissabon-Urteile des Bundesverfassungsgerichts, die sich an überholten rechtsdogmatischen Vorstellungen von Souveränität festkrallen. Die um sich selbst kreisende und normativ anspruchslose Mentalität eines selbstbezogenen Kolosses in der Mitte Europas ist nicht einmal mehr ein Garant dafür, dass die Europäische Union in ihrem schwankenden Status Quo erhalten bleibt. Ein Mentalitätswandel ist kein Grund zum Vorwurf, aber die neue Indifferenz hat Folgen für die politische Wahrnehmung der aktuellen Herausforderung. ... Mit ein bisschen politischem Rückgrat kann die Krise der gemeinsamen Währung das herbeiführen, was sich manche einmal von einer gemeinsamen europäischen Außenpolitik erhofft hatten: das über nationale Grenzen hinausgreifende Bewusstsein, ein gemeinsames europäisches Schicksal zu teilen."Die Zeit - Deutschland
Griechenland-Krise
SPD-Chef Gabriel erhebt in der ZEIT schwere Vorwürfe gegen Kanzlerin Merkel und ihren Vizekanzler. Beide hätten mehr gegen die anti-griechische Stimmung vorgehen sollen.
"Merkel hätte Bild-Zeitung stoppen müssen"To Ethnos - Griechenland
Griechen protestieren gegen EinschnitteStreiks gegen das Sparprogramm der Regierung haben in Griechenland das öffentliche Leben erneut lahmgelegt. Die linksliberale Tageszeitung To Ethnos kritisiert, dass Premier Giorgos Papandreou seine Wahlversprechen nicht eingehalten hat: "Bei der Mehrheit des griechischen Volkes hat sich die Wahrnehmung verfestigt, dass sich Griechenland nunmehr unter wirtschaftlicher Fremdbesatzung des Internationalen Weltwährungsfonds und der EU befindet, als deren Vertreter zugegebener Weise die Regierung Papandreou fungiert. Dieser Faktor macht es für Premier Papandreou doppelt schwierig, die Zustimmung zumindest eines Teils der Arbeitnehmer für seine Wirtschaftspolitik zu bekommen. Stattdessen hat der Volkszorn ein beeindruckendes Ausmaß angenommen. Er wird immer explosiver. ... Wenn der Premierminister den politischen Mut fände, ... die vor den Wahlen von ihm angekündigte Politik auch umzusetzen, für die er vom Volk begeistert gewählt wurde, dann hätte er die Bürger sicher wieder auf seiner Seite. Wir glauben aber nicht, dass er den Mut dazu hat. Hoffentlich liegen wir da falsch." (20.05.2010
Dienstag, 18. Mai 2010 Ta Nea - Griechenland
Griechenland erstickt an Rettungsmaßnahmen
Die Prognosen für die weitere Wirtschaftsentwicklung Griechenlands sind negativ. Deshalb ist die linksliberale Tageszeitung Ta Nea sehr pessimistisch: "Bis jetzt sind die Nachrichten überhaupt nicht erfreulich. Die Rezession stieg im ersten Quartal auf -2,3 Prozent. Das bedeutet, dass uns harte Zeiten bevorstehen und dass das Wachstum auch im Laufe des Jahres unter -5 Prozent bleibt. Es ist das fünfte Quartal in Folge, in dem ein negatives Wachstum zu verzeichnen ist. Die Inflation stieg auf 4,8 Prozent, ohne dass die Steigerung der Mehrwertsteuer von 21 Prozent auf 23 Prozent eingerechnet wurde. Können wir noch auf eine jährliche Inflationsrate von unter 6 Prozent hoffen? Kaum. Die Arbeitslosigkeit wird in den nächsten Monaten von 12 Prozent auf 15 Prozent steigen. ... Das Land erstickt, weil die von der Wirtschaftspolitik ausgewählten Rettungsmaßnahmen dazu führen könnten, dass es noch tiefer [im Abgrund] versinkt. ... Das Land erstickt, weil es ohne eine Entwicklungsperspektive lebt." (18.05.2010)Samstag, 15. Mai 2010 Essay zur Finanzkrise
Tragödie oder Komödie?
VON PETROS MARKARISIdealisiertes Bild von der Antike, moderne Griechen als abgeklärte Trickser: Der griechische Schriftsteller Petros Markaris über deutsche Mythen und den neuen Zyklopen Finanzmarkt.
die tageszeitungDie EU und der Euro Der Preis für Europa
Ein Kommentar von Stefan KorneliusEuropa - und damit der Euro - ist den Deutschen plötzlich eine Last geworden. Aber sie werden die Idee der Gemeinschaft nicht preisgeben. Denn die liegt in ihrem höchsten Interesse
Freitag, 14. Mai 2010 "Griechenland wird es schaffen"
Ex-Außenministerin Dora Bakoyannis: Regierung muss "wirkliche Reformen" voranbringen
Dora Bakoyannis im Gespräch mit Marcus PindurJeder geliehene Pfennig werde zurückgezahlt, sagt die frühere griechische Außenministerin Dora Bakoyannis angesichts der milliardenschweren Kredite für Griechenland. Die griechische Wirtschaft müsse wieder in Schwung kommen, da der Staat nicht der wichtigste Arbeitgeber sein könne.
Donnerstag, 13. Mai 2010 WÄHRUNGSUNIONEN
Der Traum vom gemeinsamen Geld
Nur wenn politische und wirtschaftliche Entwicklung zusammengehen, können Länder das gleiche Zahlungsmittel verwenden. Das zeigt ein Blick in die Geschichte.
VON STEFAN FRANKDienstag, 11. Mai 2010 Jornal de Negócios - Portugal
Fernando Sobral vergleicht Europa mit dem 'Mord im Orient-Express'EU in der Krise
Ach, Europa!Vereinigte Staaten von Europa - eine große Idee. Nur leider sind bei der Umsetzung schwere Patzer passiert. In der existentiellen Krise wird jetzt deutlich, wie groß die Gefahr ist: Entweder werden jahrelange Versäumnisse nachgeholt. Oder das Bündnis geht unter. Ein Kommentar von Christoph Schwennicke mehr...
Der SpiegelSamstag, 8. Mai 2010 Die Griechen und wir
Von Peter LangeHeute ist es auf den Tag genau 65 Jahre her, dass in Europa der Zweite Weltkrieg zu Ende gegangen ist. Der alte Kontinent hat seit 1945 eine nahezu beispiellose Periode von Frieden und Wohlstand erlebt. Würde aber ein Besucher aus dem All die Schlagzeilen dieser Woche lesen, er müsste zu dem Eindruck kommen, dass diese Periode jetzt zu Ende geht: Vom Angriff auf den Euro ist die Rede, vom Krieg gegen die Gemeinschaftswährung. Die Griechen werden fast schon als Gegner wahrgenommen, die man am besten aus der EU rauswerfen sollte.
DeutschlandradiGriechenland am Abgrund
Das Reformprogramm wird zur Herkulesaufgabe
Von Christiane SchlötzerVor dem Bankgebäude in der Athener Innenstadt liegen nun Blumen. Kerzen brennen. Hier sind drei Menschen gestorben. Sie sind erstickt. Die Attentäter waren vermummt. Sie hatten Molotowcocktails in das Gebäude geworfen. Als Verletzte aus Rauch und Feuer fliehen wollten, wurden sie von einigen Demonstranten ausgelacht.
DeutschlandradiFreitag, 7. Mai 2010 Drei Tote bei Krawallen Griechenland: Entsetzen ohne Erkenntnis
Der Schock über den Tod dreier Menschen erreicht weder die griechischen Politiker noch die griechischen Gewalttäter.
Der Tagespiegel
GRIECHENLANDHILFE
Pro: Das klassische Erbe der Griechen gilt auch heute
Erst durch die Griechen ist Europa eine geistige Landschaft, mehr als ein rein ökonomischer Bund, in dem die Griechen sich ihren Platz mit getürkten Bilanzen erschwindelt haben.
Rheinischer MerkurCohn-Bendit über das Krisenmanagement
Sonst ist alles futsch, tschüs Euro.
Erst im letzten Moment haben die Euro-Staaten Griechenland mit Milliarden gerettet. Ein Debakel, wettert Daniel Cohn-Bendit im SPIEGEL-ONLINE-Interview - und warnt Merkel, Sarkozy und Co. vor "ökonomischem Nationalismus". Sonst sei der gesamte Euro-Raum in akuter Gefahr."
Der SpiegelDer Euro ist die Lösung
"Griechenland, das der Eurozone mit einer schwachen Wettbewerbsfähigkeit beigetreten ist, hat nichts getan, um diese zu verbessern. Spanien hat beim Aufschwung auf einen einzigen Wirtschaftssektor gesetzt, den Bau, und auf einen einzigen Hebel, den Kredit. Das war verrückt. ... Wie soll man da Frankreich noch glauben, das seit langem verspricht, seine Defizite zu verringern, ohne es jemals zu tun? ... Dennoch verdient es der Euro, verteidigt zu werden. Auch wenn diese Währung ins Schwanken gerät, ist sie an sich nicht der Grund für die Ausschreitungen [in Griechenland]. Auf der anderen Seite hat sie blutige Währungskriege verhindert und stellt eine wesentliche politische Errungenschaft der Geschichte dar. Die Lösung heißt nicht weniger Euro, sondern mehr Euro." (06.05.2010
Les Echos - FrankreichDonnerstag, 6. Mai 2010 Tote bei Protesten in Griechenland Pathos für Europa
In einer Bankfiliale am Omonoia-Platz in Athen könnte sich die Zukunft Europas entschieden haben. In Griechenland geht es um viel mehr als nur um Geld.Dienstag, 4. Mai 2010 Der Euro-Nationalismus
Die Rettung des griechischen Staatshaushalts bewegt die Bürger in Deutschland wie kein anderes Thema der europäischen Politik jemals zuvor.
Gustav Seibt über die kriseninteressierte europäische Öffentlichkeit
Süddeutsche ZeitungMontag, 3. Mai 2010 Delo - Slowenien
Die Lehre aus der griechischen Krise
Angesichts des Hilfspakets für Griechenland fordert die Tageszeitung Delo verlässliche Mechanismen, um solche Szenarien in Zukunft zu verhindern
DeloSonntag, 2. Mai 2010 Echte Europa-Politiker fehlen
Die dramatische Verschuldung Griechenlands verunsichert die gesamte Eurozone und lässt alte europäische Animositäten wieder aufbrechen, schreibt die liberal-konservative Sonntagszeitung Welt am Sonntag.
http://www.welt.deFreitag, 30. April 2010 Diário Económico - Portugal
EU ist in der Krise nicht vereint
Die aktuelle Lage mehrerer verschuldeter Staaten sowie die Krise des Euro zeigen, dass die Europäische Union nicht vereint ist, meint die Wirtschaftszeitung Diário Económico
www.eurotopics.net/
Donnerstag, 29. April 2010 Griechenland-Krise
Die Angstmacher der bürgerlichen Presse
Hysterie und Honecker-Vergleiche: Wie manche Medien in der Griechenland-Krise die Ressentiments der Bürger schüren, ist unerträglich. Ein Kommentar
http://www.zeit.deLeitartikel zu Griechenland
Merkel verantwortet die Euro-Krise
Von Robert von Heusinger
http://www.fr-online.deMittwoch, 28. April 2010 Es gibt keinen Königsweg – da ist die unbequeme Wahrheit am besten
Ein Ende mit Schrecken
Ohne den Euro kommen wir im Weltwährungsgefüge nicht aus. Europa brauchen wir mehr denn je.
http://www.merkur.deDer Fluch des Euro
"Ich habe Angst"
Immer mehr Griechen fürchten den Staatsbankrott – und verfluchen den Euro, mit dem der Ratenkredit hoffähig wurde: Noch mehr fürchten allerdings die Rückkehr der Drachme.
http://www.fr-online.deDienstag, 27. April 2010 Schuldenkrise
Banken lassen Griechenland im Stich
Die Regierung in Athen ist nicht mehr kreditwürdig. Eine Ratingagentur stufte Griechenland auf "Ramschstatus" herunter. Auch Portugal gerät zunehmend unter Druck.
http://www.zeit.de/
To Vima - Griechenland
Deutsche Kritik trifft es genau
Die deutsche Kritik an Griechenland ist in dem fast bankrotten Staat nicht willkommen. Doch die linksliberale griechische Tageszeitung To Vima hält sie für angemessen: "Griechenland ..."
http://www.eurotopics.net/NRC Handelsblad - Niederlande
Griechenland braucht deutlich mehr Unterstützung von den anderen Euroländern, als bisher geplant, meint die Tageszeitung NRC Handelsblad: "Europa muss Griechenland mehr Geld leihen als die ... "
http://www.eurotopics.net/de/Griechenland ist der Testfall
Niemand hat so sehr vom Euro profitiert wie die Deutschen. Deshalb wäre es letztlich teurer, Griechenland jetzt keine Kredite zu gewähren, kommentiert Moritz Döbler.
www.zeit.deVorurteile
Griechische Mythen
Die Griechenland-Hilfen polarisieren. Doch in der Diskussion sind oft Vorurteile zu hören. Stephan Kaufmann und Anna Sleegers widerlegen acht beliebte Vorbehalte.
http://www.fr-online.deMontag, 26. April 2010 Griechenlands bitteres Geständnis
Hilferuf vor malerischer Kulisse
Aus eigener Kraft kann Griechenland sich nicht aus dem Schuldensumpf befreien. Das hat Ministerpräsident Papandreou nun eingestanden. Derweil übt sich die Opposition in Kritik am Internationalen Währungsfonds.
http://www.faz.net/Sonntag, 25. April 2010 Hilfe für Griechenland umstritten
Während Griechenland in der Krise auf schnelle Hilfe hofft, wachsen in der EU und beim IWF die Sorgen. Auch in Deutschland zeigen sich vielfältige Zweifel. Finanzminister Schäuble sieht noch Klärungsbedarf
http://www.dw-world.de/Schuldenkrise - Griechenland fehlen weitere Milliarden
Die Regierung in Athen könnte weitaus mehr Notkredite benötigen als bislang bekannt. Der deutsche Finanzminister Schäuble schließt ein "Nein" zu Finanzhilfen nicht aus.
http://www.zeit.de/Samstag, 24. April 2010 Griechenland bittet um Finanzspritze
Parteien verweigern den Blankoscheck
http://www.tagesschau.de/Debatte innerhalb der Koalition
Schwarz-Gelb streitet über griechischen Rettungsappell
http://www.tagesschau.de/Drohende Staatspleite
CSU legt Griechenland Austritt aus Europäischer Währungsunion nahe
http://www.spiegel.deFinanzhilfen der EU
Ein griechischer Albtraum
http://www.faz.netGastbeitrag
Solidarität bewährt sich in der Solidität
In der „Nichtbeistandsklausel“ des Maastrichter Vertrages steht, dass ein Land der Währungsunion nicht für ein anderes einspringen soll. Eine Umgehung führe zur ernsthaften Gefährdung des Euro, schreiben die FDP-Vertreter Frank Schäffler, Wolfgang Gerhardt und Burkhard Hirsch in einem F.A.Z.-Gastbeitrag.
http://www.faz.netDebatte über Austritt aus Währungsunion
Griechenland sollte sich aus der Währungsunion verabschieden: Noch ist das nicht die Mehrheitsmeinung. Geäußert wird sie dennoch
In der Diskussion über Griechenland wird der Ton schärfer. In der CSU wird eine Umschuldung und ein Austritt des Landes aus dem Euro-Raum verlangt. Finanzminister Schäuble hält in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung dagegen: „Wir müssen die Krise im Rahmen der geltenden Verträge lösen









