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Tagung

Unser ΠΟΠ-Infoblatt für September 2010 ist da.

 
Tagung der POP am 25. September 2010 in Köln
Vergegenwärtigen
Aspekte der deutschen Besatzung Griechenlands im zweiten Weltkrieg


Die Folgen der Debatte um die Griechische Wirtschaft und dem Euro während der ersten Monate dieses Jahres sind immer noch zu spüren. Der stellvertretende Ministerpräsident Griechenlands, Theodoros Pangalos, erinnerte in dieser Debatte an die ausstehenden Reparations- und Entschädigungszahlungen Deutschlands an die Opfer der Massaker der Deutschen während der Besatzungszeit 1941-1944 und an deren Nachfahren sowie an die Republik Griechenland.
Die Presse und Teile der Politik reagierten damals mit Unverständnis und Ablehnung.
Deshalb ist es wichtig, sich an diese historischen Fakten zu erinnern - sich ihrer zu vergewissern, um unser gemeinsames europäisches kollektives historisches Gedächtnis zu stärken – und um Verständnis für die Notwendigkeit des Abtragens deutscher Schulden an Griechenland zu wecken.
Eingeladen hat die
ΠΟΠ drei Referentinnen, die unterschiedliche Aspekte der Deutschen Besatzungszeit beleuchten.
 
Tagungsprogramm:

 


ab: 14:30 Uhr:
Einlass:
15:00 – 15:15 Uhr:
Begrüßung: Niki Eideneier für die ΠΟΠ
 
Einführung zum Thema: Jürgen Rompf
15:15 –16:45 Uhr:
Frau Annette Windgasse
 
„Die Besatzung hat uns nicht gebeugt“
Geschichte und Geschichten der deutschen Besatzungszeit auf Kreta 1941 – 1945.

 
An welche Ereignisse denken Griechen, wenn sie Entschädigungen für die Verluste während der Besatzungszeit anmahnen? Die Schlacht um Kreta ist hierzulande noch bekannt – und wird oft unerträglich glorifiziert. Von den Härten des Lebens unter der deutschen Besatzung, von ‚Sühneaktionen’, Zwangsarbeit und Geiselerschießungen und vom Widerstand der kretischen Bevölkerung wissen nur wenige.
In fast jedem kretischen Dorf erinnert ein Denkmal an die Opfer. Einige der Geschichten und Erlebnisse, an die sie erinnern, schildert Annette Windgasse. Sie ist Verantwortliche für ein Internetprojekt http://www.kreta-wiki.de, das dieses Thema im deutschsprachigen Raum nicht in Vergessenheit geraten lassen will.
16:45 – 17:15 Uhr: Pause
17:15 – 17:45 Uhr: Frau Dr. Diana Siebert
 
„Leben und Schicksal der Juden auf Korfu.“
 
Eine Besonderheit der nordwestlichsten griechischen Insel Griechenlands war, dass es hier jüdische Gemeinden von über zweitausend Menschen gegeben hat. Die allermeisten von ihnen kamen nach der Deportation im Juni 1944 im Vernichtungslager Auschwitz um. Warum wird so wenig daran erinnert?
17:45 – 18:00 Uhr:
Pause
18:00 – 18:45 Uhr:
Frau Dr. Kerstin Muth
 
„Die Wehrmacht in Griechenland - und ihre Kinder.“
 
In Griechenland weiß man wenig über die Lebensgeschichten von Wehrmachtskindern - auch heute noch ein Tabu. Die meisten „Deutschenkinder“ ihrerseits schweigen. Doch mit zunehmendem Alter, mit mehr Zeit, Ruhe und Abstand bricht sich oft lange Verdrängtes wieder Bahn ins Bewusstsein. Dann kann Reden befreien und mit dem eigenen Schicksal versöhnen.
Auf der Grundlage von Interviews mit Kindern deutscher Soldaten in Griechenland wird deren biographischer Alltag betrachtet; eingebettet in die jeweiligen historischen Umstände, werden Fragen neu gestellt und Antworten gesucht.
ab 19:00 Uhr:
Diskussion
 
Ort: Griechische Gemeinde Köln, Liebigstraße 120, 50823 Köln‎ - 0221 132530